Warum der Preis am Anfang entschieden wird

Die teuersten Fehler beim Verkauf passieren, bevor der erste Interessent die Wohnung gesehen hat.

Zu hoch angesetzt

Die meisten Anfragen kommen in den ersten Wochen nach der Veröffentlichung — wer sucht, sieht neue Inserate zuerst. Ein zu hoher Preis verbrennt genau diese Wochen. Danach bleiben die Anfragen aus, und es folgt die sichtbare Preiskorrektur: Interessenten sehen, dass reduziert wurde, und rechnen mit dem nächsten Nachlass.

Zu niedrig angesetzt

Der Verkauf geht schnell, und genau das verdeckt den Fehler. Ein Preis unter dem Markt findet immer einen Käufer. Die Differenz bemerkt niemand, weil es keinen zweiten Durchgang gibt, mit dem man vergleichen könnte.

Was den Ausschlag gibt

Bezirk und Lage im Grätzl, Baujahr, Zustand, Stockwerk und Lift, Freiflächen — und ob vermietet oder frei. Diese Größen bewegen den Quadratmeterpreis stärker als alles, was sich am Inserat später noch drehen lässt.

Was vorher zu klären ist

Vier Dinge, die später Zeit oder Geld kosten, wenn sie am Anfang übersprungen werden.

  1. 1

    Unterlagen zusammentragen

    Grundbuchauszug, bei einer Eigentumswohnung dazu Wohnungseigentumsvertrag und Nutzwertgutachten, die letzte Betriebskostenabrechnung und der Stand der Rücklage. Baupläne, soweit es sie noch gibt. Das meiste liegt bei der Hausverwaltung und ist eine Anfrage entfernt.

  2. 2

    Energieausweis besorgen

    Pflicht, keine Formsache. Er muss dem Interessenten vorgelegt werden, bevor dieser seine Vertragserklärung abgibt, und spätestens vierzehn Tage nach Vertragsabschluss ausgehändigt werden (§ 4 EAVG 2012). Älter als zehn Jahre darf er nicht sein. Fehlt er, sind bis zu 1.450 Euro Verwaltungsstrafe möglich — und der Käufer darf rechnerisch von der schlechtesten Klasse ausgehen, was eine Preisminderung begründen kann.

  3. 3

    Die Steuerfrage vorab stellen

    Auf den Gewinn fällt Immobilienertragsteuer an: 30 Prozent, wenn keine Befreiung greift. Die häufigste ist die Hauptwohnsitzbefreiung — zwei Jahre durchgehend seit der Anschaffung bewohnt, oder fünf Jahre innerhalb der letzten zehn. Für Immobilien, die vor April 2002 angeschafft wurden, wird pauschal gerechnet. Was in Ihrem Fall gilt, sagt Ihnen ein Steuerberater: wir bewerten Immobilien und rechnen keine Steuern.

  4. 4

    Das Mietverhältnis prüfen

    Eine vermietete Wohnung ist ein anderes Produkt als eine freie. Der Käuferkreis ist kleiner, und unterliegt der Mietvertrag dem Vollanwendungsbereich des MRG, laufen Mietzinsgrenze und Bindung für den Käufer weiter. Das schlägt spürbar auf den Preis durch — unsere Schätzung fragt deshalb danach.

Was wir machen — und was nicht

Schnellwert ist kein Maklerbüro. Wir betreiben diese Website und die Bewertung dahinter: eine Preistabelle für alle 23 Bezirke und ein Modell, das Ihre Angaben darauf anwendet.

Wenn Sie danach mit jemandem sprechen möchten, geben wir Ihre Anfrage an einen konzessionierten Wiener Makler weiter — aber nur, wenn Sie im Formular das Kästchen dafür setzen. Ohne dieses Häkchen bekommen Sie Ihre Zahl und hören nichts weiter von uns.

Häufige Fragen

Bevor Sie verkaufen

Muss ich einen Makler beauftragen?

Nein. In Österreich können Sie privat verkaufen, und bei einem klaren Fall mit klarem Preis geht das auch. Aufwendig wird es bei Unterlagen, Besichtigungen und Preisverhandlung — und teuer, wenn der Preis danebenliegt. Der erste Schritt ist in beiden Fällen derselbe: wissen, was die Immobilie wert ist.

Was kostet die Schätzung?

Nichts, und sie verpflichtet zu nichts. Sie geben die Daten zum Objekt ein und bekommen eine Einschätzung samt Link, unter dem sie dauerhaft erreichbar bleibt.

Wie lange dauert ein Verkauf in Wien?

Von der Entscheidung bis zur Übergabe vergehen üblicherweise mehrere Monate: Unterlagen, Energieausweis, Inserat, Besichtigungen, Kaufvertrag und zuletzt die Eintragung im Grundbuch. Den größten Ausschlag gibt der Preis — er entscheidet, ob die ersten Wochen Anfragen bringen oder ungenutzt verstreichen.

Wie genau ist die automatische Schätzung?

Sie gibt die Größenordnung, nicht den Preis. Das Modell kennt Bezirk, Fläche, Zustand und Ausstattung, aber nicht den Blick aus dem Fenster, den Grundriss oder den Zustand der Fenster. Wo es darauf ankommt, hilft nur ein Termin vor Ort.

Sprechen wir über den Preis

Ein Formular, eine Minute. Danach ruft Sie ein konzessionierter Wiener Makler an, und wenn ein Termin nichts bringt, sagt er das.

Um welche Immobilie geht es?
Wo befindet sie sich?
Wie erreichen wir Sie?

Bei Verkaufsabsicht kostenlos und unverbindlich. Für andere Zwecke bitte Bedingungen vorab klären. Widerruf jederzeit per E-Mail. Datenschutz